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Bezüglich der von einer DSL-Lösung zur Verfügung gestellten Leistung/Performance muss prinzipiell zwischen den bereits erwähnten DSL-Varianten, den DSL-Tarifvarianten sowie auch hinsichtlich der Down- und Upstreamleistung unterschieden werden.
Die für den Privat- und Normalnutzer gängigsten Varianten sind ADSL und SDSL. Sie basieren auf der praktisch überall vorhandenen Kupfer-Doppelader-Infrastruktur.
Das „A“ steht hierbei für "asymmetrisch" und das „S“ für "symmetrisch". Asymmetrisch bedeutet, dass die Übertragungsleistung für den Datentransfer
zum ADSL-Nutzer (downstream) deutlich höher ist als in die andere Richtung (upstream). Der Download von Daten ist somit schneller als der Upload. Bei einem symmetrischen Anschluss sind die Transferleistungen für den Up- bzw. Downstream hingegen meist gleich schnell. Im Normalfall (z.B. für den Privatnutzer) reicht ADSL aus, eine Firma hingegen die öfters größere Datenmengen (z.B. Bilder, Videos oder Konstruktionspläne) verschickt, sollte sich Gedanken über eine SDSL-Verbindung machen.
Beispielgebend seien folgende Nutzungsmöglichkeiten genannt:
Lädt man mit einem 56K-Modem einen Musiktitel im MP3-Format aus dem Internet herunter, nimmt dies bei einer Dateigröße von etwa 4 MB rund acht Minuten in Anspruch. Bei einer DSL-Leitung hingegen ist der Download in den meisten Fällen schon in weniger als einer Minute erfolgt.
Die nachfolgende Abbildung 2.3 zeigt die Leistungsunterschiede zwischen analoger Modemverbindung, ISDN und verschiedenen DSL-Varianten.

Je nach Nutzungsart sollte man sich, falls überhaupt eine Wahlmöglichkeit besteht, für eine dieser Anschlussvarianten entscheiden.
Die nachfolgenden Hinweise sind hierbei hilfreich:
DSL-Light (384 kbit/s)
DSL 384 - auch "DSL light" genannt - wird nicht als eigenständiges Produkt, sondern nur auf Nachfrage und einer damit einhergehenden "manuellen" Verfügbarkeitsprüfung angeboten. Das "Light"-Angebot ist für all jene DSL-Interessierten gedacht, die aufgrund technischer Probleme (Dämpfungsproblematik,..) kein DSL 1000 - also den "kleinsten" der "normalen" DSL-Zugänge – erhalten.
DSL 1000:
Ein “Einsteigeranschluss“ der sich z.B. für Anwendungen wie Online-Banking oder gelegentlicher Download von Dateien kleinerer oder mittlerer Dateien eignet.
DSL 2000
Anschlußvariante für die Nutzung komplexerer Websites, für den Download von Software oder Online-Spielen sowie mittleren bis größeren (auch Medien-) Dateien.
DSL 6000-Highspeed-DSL
. Diese Anschlußvariante eignet sich gut für Multimedia-Anwendungen wie z.B. den Download auch größerer Dateien (Videos, Musik/Musikalben, Live-Streams) Blitzschneller Seitenaufbau.
Da auch hier die Upload-Geschwindigkeit höher ist, können auch größere Dateien ins Netz gegeben werden.
DSL 16000-High Speed für Profis
: Bei DSL 16000 wird die Technologie ADSL2+ eingesetzt. Dadurch ist es möglich, auch sehr umfangreiche Dateien oder hochwertige Multimedia-Anwendungen wie Fernsehen in hochauflösender Qualität, Video on Demand oder Video-Telefonie zu nutzen. Daher eignet sich diese Anschlußvariante vor allem auch für die Anwendungszwecke von Unternehmen.
Eine noch leistungsfähigere Variante ist VDSL (Very High Bit Rate DSL). Hier handelt es sich um eine Weiterentwicklung von HDSL bzw. SDSL, die insbesondere für kurze Kabeldistanzen mit sehr hohen Übertragungsraten ausgelegt ist. Auch hier ist die Verfügbarkeit sehr beschränkt. Mit VDSL sind Übertragungsleistungen im zweistelligen Megabitbereich von derzeit ca. 50 Megabit/s möglich.