Sie sind hier: Startseite > Mobiles Internet > Exkurs HSDPA/HSUPA
Eine weitere Leistungsverbesserung gegenüber UMTS verspricht die Weiterentwicklung unter dem Namen HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Hierunter summieren sich Technologien, die die Datenrate künftig deutlich nach oben verschieben. Eine Zelle kann statt derzeit einigen Megabit pro Sekunde dann 10, 20 oder gar 50 MBit/s aussenden. Damit werden künftig auch pro Endgerät deutlich mehr als die derzeit maximal üblichen 384 kBit/s übrig bleiben. Alternativ können mehr Endgeräte in einer Zelle versorgt werden.
HSDPA erreicht die höhere Geschwindigkeit nicht durch die Bündelung von Kanälen, sondern durch die Verwendung einer besseren Technologie. Dafür ist ein Upgrade der Basisstationen erforderlich, wobei es sich in vielen Fällen um ein reines Software-Upgrade handelt. An den Handys soll sich hingegen in den ersten Phasen nichts ändern. HSDPA kann aber auch über Notebooks mit integrierter HSDPA-Karte genutzt werden. HSDPA ist für Downloads prädestiniert, aber beim Upload ebenfalls mit deutlichen Einschränkungen verbunden.
Eine weitere Technologie mit Namen HSUPA (High Speed Uplink Packet Access ) bzw. EUL (Enhanced Uplink) soll zukünftig diesen Nachteil ausgleichen und Upload Geschwindigkeiten von bis zu 5,76 Mbit pro Sekunde erreichen.
Entsprechende HSUPA-fähige Geräte werden im Jahr 2008 erwartet. HSUPA stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung „Interaktivität in mobilen Netzen“ dar, da die Möglichkeit gegeben ist, auch speicher- intensive Daten bidirektional austauschen zu können. Klassische Anwendungsgebiete hierfür sind beispielsweise E-Mails mit großem Anhangvolumen oder Videokonferenzen.
In der ersten Phase wird HSDPA unter optimalen Bedingungen bis zu 10 MBit/s in einer Zelle ermöglichen. Dieses wird durch eine Reihe von Maßnahmen erreicht, wie etwa bessere Modulationsverfahren und eine adaptive Fehlerkorrektur. Letzteres bedeutet, dass sich Sender und Empfänger dauernd über die Qualität des Übertragungskanals verständigen. Ist diese gut oder sehr gut, verwendet der Sender entsprechend weniger Korrekturbits, so dass mehr Raum für echte Nutzdaten bleibt.
In der zweiten Phase soll durch aktive Strahlformung (Zusammen- schaltung mehrer Antennen zwecks Erhöhung der Abdeckung) die Effizienz weiter gesteigert werden, so dass bis zu 20 MBit/s pro Zelle möglich werden. Dadurch kann unter Umständen ein bisher funktechnisch abgeschatteter Bereich evtl. doch noch erreicht werden.
In einer dritten Phase wird dann die Modulation nochmal verbessert, wodurch bis zu 50 MBit/s in einer Zelle möglich sein werden.